

Die Familie im transnationalen Sozialraum - Das Beispiel indonesischer Haushaltsarbeiterinnen in Singapur.
Die weibliche Arbeitsmigration in Südostasien, die zu einem großen Teil von Indonesien, einem der größten Entsendeländer für niedrig qualifizierte Arbeitsmigranten ausgeht, stellt einen Migrationsstrom von großer Bedeutung dar. Schätzungen zufolge sind mehr als eine Million indonesischer Frauen im Nahen Osten und in verschiedenen Ländern Asiens als Haushaltsarbeiterinnen beschäftigt.
Singapur gehört zu den Staaten der Region mit dem höchsten Anteil an ausländischen Arbeitskräften. Die Herkunftsländer der Frauen sind hauptsächlich die Philippinen und Indonesien.
Als Gründe für die weibliche Arbeitsmigration aus Indonesien gelten hohe Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung – noch verstärkt durch die Asienkrise 1997/98 - und damit einhergehend die Motivation der Frauen, im Ausland Geld zur Unterstützung ihrer Familien zu verdienen.
Im Rahmen meiner Untersuchung soll der Ansatz verfolgt werden, der an George E. Marcus (1998) „multi-sited ethnography“ angelehnt ist. So soll dem Weg der Migrantinnen gefolgt werden und zu Beginn Interviews mit den Haushaltsarbeiterinnen in Singapur durchgeführt werden, um im Anschluss bei ihren Familien in Indonesien zu forschen. In beiden Ländern soll der Frage nachgegangen werden:
Welche Auswirkungen ergeben sich durch die Migration der Haushaltsarbeiterinnen auf die Interaktions- und Austauschprozesse einer transnational verorteten Familie?
Dr. phil. Yvonne Bach
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Graduiertenkolleg 1474 „Transnationale Soziale Unterstützung“
FB 02 – Institut für Erziehungswissenschaft
D-55099 Mainz
Tel.: +49-(0)6131 6176400
E-Mail: yv.bach@gmail.com
2012: Gebraucht, aber nicht Gewollt. Zur Situation von Haushaltsarbeiterinnen in Singapur. In: südostasien. Zeitschrift für Politik, Kultur, Dialog. Jg. 28, Nr. 3, S. 35-36.
2010: Merantau. Weibliche Arbeitsmigration aus Indonesien. In: Reese, Niklas/ Welkmann, Judith (Hrsg.): Das Echo der Migration. Wie Auslandsmigration die Länder des globalen Südens verändert. Unkel, S. 174-178.
2010: Die ersten Stufen im Migrationsprozess indonesischer Frauen. Rekrutierung und Aufenthalt im Trainingszentrum. In: Reese, Niklas/ Welkmann, Judith (Hrsg.): Das Echo der Migration. Wie Auslandsmigration die Länder des globalen Südens verändert. Unkel, S. 299-304.
10/2012: "Indonesian Domestic Workers in Singapore: Laws, Conditions, Actualities". Konferenz: Southeast Asia Today, an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
02/2012 "'Single-sited' and 'Multi-sited' Ethnography in Theory and Practice". Vortrag im Rahmen des DFG-Graduiertenkollegs "Transnationale Soziale Unterstützung" an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (gemeinsam mit Rolf, Hauke Jan).
10/2011 "Financial Remittances – A Way to Create Family Life Across Borders?" Vortrag auf der internationalen Konferenz "Social Support on the Move - Transnational Social Work", an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
Link zum Programm
11/2010 "Exchange Processes of Transnational Families". Vortrag auf der Konferenz "Asian Diversity in a Global Context" an der Universität Kopenhagen, Dänemark.
06/2010 "Familial Exchange Processes: Indonesian Domestic Workers in Singapore and their families left-behind". Vortrag auf der Konferenz „Migration und Familie“ an der Universität Basel.
06/2010 "Geschlechterverhältnisse im Aufbruch - Das Beispiel Indonesien". Vortrag beim Seminar "Das Echo der Migration", organisiert vom philippinenbüro und Informationsbüro Nicaragua e.V., in Köln.
09/2009 "Familial Exchange Processes of Transnational Families: The Examples of Indonesian Domestic Workers in Singapore and their Families Left-behind” Vortrag im Rahmen der Seminarreihe des Gender Studies Programms am Institut for Southeast Asian Studies (ISEAS), Singapur (Gender Bulletin, Ankündigung Vortrag)
05/2009 "Migrant Household Workers and Family Care". Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Institut für Erziehungswissenschaften. Interrnationales Symposium "Transnational Social Support".